Portrait der Woche – Elena Gerster

Elena Gerster, Portrait der Woche -

Portrait der Woche – Elena Gerster

Die Stimmung der Musik hat die Kraft dich mitzureissen – man wird plötzlich ganz traurig oder unglaublich glücklich – das bedeutet für Elena Gerster Musik. Die Singer Songwriterin spielt klassische und elektrische aber vor allem Western Gitarre sowie Klavier, hat ihre Musik-Matura mit dem Schlagzeug abgeschlossen und überzeugt mit ihrer kräftigen Stimme. Mach dir auf Spotify doch selber ein Bild davon. Überzeugt? Dann kannst du dich auf ihr neues kontrastreiches Album freuen – teilweise begleitet von dem Schlagzeuger Jac Spälti. Nicht nur unsere Ohren können sich  freuen; denn dank Fakolyjah Paint bekommt das Album noch ein wunderschönes Cover. Unterstützungswert? Wir finden schon! Elena freut sich auf jede Unterstützung bei ihrem Crowdfunding.

Liebe Elena. Was bedeutet Musik für dich?

Bei dieser Frage muss ich lange überlegen … Musik bedeutet für mich so viel – das ist schwierig in Worte zu fassen. Für mich geht’s bei Musik um Emotionen, es ist eine Art von Kommunikation, die man mit Schreiben oder Sprechen nicht vergleichen kann. Die Musik kommuniziert nebst den lyrischen Elementen auch mit der Melodie – einem Element, welches bei mir persönlich die Emotionen auf eine ganz besondere Art ankurbelt. Zum Beispiel wenn du an einem Konzert bist und dann schlägt dir der Bass der Musik in die Brust und die Sing-Stimme löst im ganzen Körper Hühnerhaut aus – man wird von der Stimmung der Musik mitgerissen, wird auf einmal ganz traurig oder unglaublich glücklich – ich denke das ist für mich Musik.

Welche Instrumente spielst du?

Ich spiele Gitarre seit ich 8 Jahre alt bin. Zuerst klassisch, dann E-Gitarre in der Schüler*innen-Band und irgendwann, als ich mit Songwriting begann, spielte ich dann vor allem Western-Gitarre (Stahlsaiten). Die Musik-Matur schloss ich auf Schlagzeug ab. Dazu kommt noch ein bisschen Klavier, wobei ich 1 Jahr Unterricht nahm, mir aber das Meiste selbst beigebracht habe.

Wie würdest du deinen Stil bezeichnen?

Ich kenne mich sehr schlecht mit den verschiedenen Musikgenres aus. Das sind meistens einfach gesellschaftliche Konstrukte. Ein Beispiel: Indie-Musik war ursprünglich Musik die «independent» – also «unabhängig» von grossen Labels – produziert wurde. Heute hört man Indie-Pop, wie zum Beispiel Mumford&Sons, was nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Begriff zu tun hat.

Mit dem Genre Singer/Songwriter kann ich mich jedoch gut anfreunden. Wortwörtlich: Ich schreibe halt einfach eigene Songs.

Wo kann man dich hören?

Natürlich live & online auf verschiedenen Plattformen wie Spotify, Youtube, Apple, Google etc. Die Links und Konzertdaten findet man auf meiner Website: www.elenagerster.ch

 

Im Sommer nimmst du ein neues Album auf. Auf was können wir uns freuen?

Ja, endlich! Die Songs auf dem Album sind nicht unbedingt brandneu. Das heisst, wer mich in den letzten Jahren mal live gehört hat, kennt die Lieder. Nun werden sie aber endlich im Studio aufgenommen und man kann sie überall und jederzeit streamen, hören, abspielen.

Bei der Hälfte der Songs spielt ausserdem noch Jac Spälti mit. Er ist ein unglaublich toller Schlagzeuger und bringt mit seinen Grooves noch eine andere neue Farbe in meine Songs. Es wird also ein bunter Mix aus verschiedenen Sounds –> kontrastreich.

Ach ja und für das Artwork habe ich noch mit einem weiteren Solothurner Künstler zusammengespannt. Kennt ihr Fakolyjah Paint? Auf das Cover kann man sich also auch freuen!

Was waren die grössten Hürden für das Album?

Die grösste Hürde war wohl, das ganze Projekt «Studio-Album» überhaupt mal zu starten. Ich denke, das lag daran, dass ich absolut keine Erfahrung vom ganzen Studio-Prozess habe, was mich immer ein wenig gehemmt hat. Plus, als Solo-Künstlerin hatte ich nicht wirklich jemanden, der mich einfach mitgezogen hat. – Ich bin manchmal jemand, die das ein wenig braucht, besonders in Situationen, die für mich neu und unbekannt sind.

Für das Album machst du ein Crowdfunding. Wie und wo kann man dich unterstützen?

Ja genau – GANZ WICHTIG! Die professionelle Produktion im Studio kostet natürlich ein bisschen was, und damit ich das ganze Projekt finanzieren kann, habe ich ein Crowdfunding gestartet wo man mich unterstützen kann, wenn man dies gerne tut. Hier ist der Link zum Crowdfunding: crowdify.net/de/projekt/elena-gerster-studioalbum

Was war dein schönstes musikalisches Erlebnis?

Ich glaube nicht, dass ich da ein spezifisches Erlebnis rauspicken kann. Schlussendlich sind die besten Erlebnisse die, wo man spontan mit anderen Menschen zusammen musiziert. Irgendwo um ein Lagerfeuer sitzt, mit Leuten, die man kennt oder nicht kennt, eine Gitarre rum geht und alle die Lust haben, spielen mit, singen, tanzen oder lauschen einfach nur dem was gerade passiert.

Diese Antwort widerspricht ein wenig meinem Solo-Tun. ;) Das mach ich halt schon auch sehr sehr gerne, weil ich da so unabhängig sein kann.

Wer oder was inspiriert dich und deine Musik?

Meine Musik wird vor allem von Beziehungen zu anderen Menschen inspiriert und allgemein von Emotionen, die ich in Bezug auf die Welt und meinem Leben habe. Es sind persönliche Geschichten, die ich in meinen Liedern erzähle. Das spannende dabei ist, dass Musik so viel Raum zur Interpretation lässt. Menschen, die meine Musik hören, können die Geschichten auf ihr eigenes Leben projizieren und fühlen sich dadurch angesprochen. Das funktioniert bei Musik allgemein oft so.

Was hat dir besonders gefallen bei Mix My Music/77 Sound Studio?

Bei Luca & Mary im Studio habe ich mich von Anfang an wohl gefühlt. Wir haben uns an einem Fest kennengelernt, wo wir beide einen Gig hatten. Nach meinem Auftritt sind sie zu mir gekommen und haben mich mit Komplimenten überflutet ;) und von ihrem Studio erzählt. Ich denke, bei der Zusammenarbeit ist es wichtig, dass alle eine persönliche Motivation an dem Projekt haben. Diese Motivation habe ich von ihrer Seite immer stark gespürt. Es bringt ja nichts, wenn ein Produzent die Musik einer Kundin völlig schlecht findet und den Job einfach macht, weil es seinen Beruf ist …

Bei 77 Sound Studio wurde das, was ich mache, sehr geschätzt und meine Vorstellungen akzeptiert. Nebst dieser angenehmen Freiheit wurden mir aber auch viele wertvolle und professionelle Tipps entgegengebracht – immer mit der Wahl, diese auch tatsächlich umzusetzen.

Diese Erfahrungen habe ich während den Aufnahmen der Single Stranger sammeln dürfen. Jetzt freue ich mich riesig auf das nächste grössere Projekt mit 77 Sound Studio!

Beschreibe Mix My Music/77 Sound Studio in 3 Worten.

Herzlich, Verständnisvoll & Professionell 

Elena Gerster hat übrigens auch eine Website oder du findest sie auch auf Instagram und auf Facebook.

Vielen Dank Elena für die ausführlichen Einblicke in dein musikalisches Leben.

 


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